Survivor Queen Podcast - Das Schweigen hat ein Ende #metoo

Survivor Queen Podcast - Das Schweigen hat ein Ende #metoo

Der Podcast fĂŒr Opfer, Betroffene und Überlebende von sexualisierter Gewalt

Transkript

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00:00:00: Diese Folge ist ein bisschen anders als das, was ihr sonst von uns kennt.

00:00:03: Ihr werdet heute meine Stimme hören aber eine Geschichte die nicht meine ist.

00:00:08: Anna im Klammername geĂ€ndert hat mir ihren Weg anvertraut damit ich ihn fĂŒr sie an euch weitergeben kann.

00:00:17: Eine Geschichte die erzĂ€hlt werden mag Die Mut machen mag Aber die nicht mit ihrer persönlichen Stimme und ihrem Klarnamen erscheinen kann Aus PersönlichkeitsgrĂŒnden.

00:00:29: Eine Geschichte, die mit elf Jahren leider schon viel zu frĂŒh beginnt.

00:00:34: Die schwer ist und die zeigt dass es aber auch ein Weg raus aus der Dunkelheit gibt.

00:00:40: Es wird um grooming und um organisierte Gewalt gehen.

00:00:43: bitte pass gut auf dich auf!

00:01:17: Und herzlich willkommen bei einer neuen podcast.

00:01:33: folge hier im survivor queen Podcast der Podcast fĂŒr Opfer, Betroffene, Überlebende und Angehörige und Fachpersonen zum Thema sexualisierte Gewalt.

00:01:46: Schön dass du hier bist!

00:01:49: Wie immer vorweg achte gut auf dich, schau was du brauchst, schaue ob du bei der Folge beim Zuhören vielleicht merkst das du berĂŒhrt wirst, dass vielleicht auch deine eigene Lebensgeschichte tangiert wird Zwischendrin Pausen brauchst, ob du dir die Folge wann anders vielleicht auch mit dem Anders anhören magst.

00:02:08: Also wie immer pass gut auf dich auf!

00:02:13: Der Survivorqueen Podcast ist der Podcast von der gemeinnĂŒtzigen Survivor Queen Organisation.

00:02:19: in England gibt es seit mittlerweile fast sechs Jahren alle zwei Wochen mit neuen Folgen und neuen Inhalten fĂŒr Dich.

00:02:28: Wir freuen uns riesig wenn Du uns eine am liebsten fĂŒnf Sterne Bewertungen auf deiner Podcastplattform, deiner Wahl da lĂ€sst und uns damit hilft dass andere uns besser finden.

00:02:41: Und hören können!

00:02:43: Damit starte ich mit euch in.

00:02:45: die heutige Podcastfolge Heute ist ein besonderes Format.

00:02:51: das haben wir so noch nicht gehabt und Ich bin neugierig wie es dir gefÀllt.

00:03:00: Vielleicht hast du dich schon mal gefragt oder dir ĂŒberlegt, ich wĂŒrde so gerne meine Geschichte erzĂ€hlen.

00:03:08: Und dann kommt das ganz große Aber.

00:03:10: Aber vielleicht werde ich an meiner Stimme erkannt.

00:03:13: aber was ist wenn das rechtliche Folgen hat?

00:03:16: Aber was?

00:03:19: Punkt, Punkt, punkt.

00:03:20: also es gibt ja viele GrĂŒnde warum man nicht sowie unsere.

00:03:25: Ich glaube mittlerweile ĂŒber vierzig GĂ€ste, die wir hier schon im Podcast hatten.

00:03:31: Die ĂŒber ihre ganz persönliche Mitu-Geschichte, ĂŒber ihre ganze persönliche Survivor Queen, Survivor King und Survivor Ring Lebensgeschichte erzĂ€hlt haben.

00:03:42: Es gibt natĂŒrlich viele GrĂŒnde, die dafĂŒr sprechen und genau deswegen machen wir auch diesen Podcast von der eigenen Lebensgeschicht zu erzĂ€hlen anderen Mut zu machen.

00:03:51: Zu zeigen dass Es möglich ist, da rauszukommen aus diesem Traumastrudel.

00:03:58: Aus all dem dunklen Kack-Scheiß ganz platt gesagt und gleichzeitig ja es ist auch ein Aspekt der persönlichen Sicherheit da.

00:04:16: rechtlichen Folgen von vielleicht auch, je nachdem was ihr arbeitet.

00:04:22: Was fĂŒr Stellung ihr vielleicht in der Gesellschaft habt, egal ob Verbeamtungen oder irgendwelche öffentlichen Rollen in der Politik oder einfach nur dass ihr ja mit Kindern und Menschen zu tun habt wie wo auch immer.

00:04:36: Es gibt viele, viele GrĂŒnde warum man lieber nicht öffentlich mit dem eigenen Namen der eigenen Stimme drĂŒber sprechen kann, darf, möchte, sollte.

00:04:49: So und daher gibt es jetzt heute zum allerersten Mal ein neues Format.

00:04:56: Du kennst das vielleicht so aus der True Crime Feld dass Geschichten erzĂ€hlt werden ĂŒber andere.

00:05:05: bisher haben ja quasi die Betroffenen ihre Geschichte erzÀhlt und Heute erzÀhle ich dir die Geschichte von Anna.

00:05:15: Anas Name ist anonymisiert, wie du dir denken kannst.

00:05:18: Anna hat mir sehr ausfĂŒhrlich ĂŒber ihr Leben, ĂŒber ihren Leidens-, Lebens- und Heilungsweg erzĂ€hlt Und in dieser Folge werde ich Annas Geschichte fĂŒr sie erzĂ€hlen.

00:05:39: Was mir noch mal wichtig ist natĂŒrlich erzĂ€hle jetzt ĂŒber sie in dritter Person und gleichzeitig FĂŒr uns ist es ja immer wichtig, dass nicht ĂŒber Opfer, ĂŒber Betroffene GesprĂ€chen gesprochen wird.

00:05:52: Sondern mit ihnen.

00:05:53: deswegen kommen in der Regel die Betroffenen oder bisher eigentlich nur selber bei uns zu Wort und gleichzeitig war hier der große Wunsch da aufgrund unterschiedlicher GrĂŒnde warum Anna nicht hier mit eigener Stimme erscheinen kann und auch nicht mit eigenem Namen Und trotzdem war ihr Wunsch sehr groß, sehr prĂ€sent, dass sie ihre Geschichte teilen mag.

00:06:17: Dass die anderen Mut machen mag.

00:06:20: Das sie auch in AnfĂŒhrungsstrichen Opferperspektive zeigen mag Denn es wird leider sehr oft und sehr lange ĂŒber die TĂ€terinnen gesprochen Gerade wenn wir uns Truth Crime Podcasts anschauen.

00:06:36: einfach sehr viel ĂŒber die TĂ€terinnen gesprochen wird und sehr wenig eigentlich ĂŒber diejenigen, die unter dem was passiert ist gelitten haben.

00:06:46: Kleine Empfehlung im Rande by the way!

00:06:49: Wenn du Team True Crime bist dann könnte der Mordlust-Podcast etwas fĂŒr dich sein.

00:06:57: Die finde ich arbeiten das Thema also.

00:07:00: obwohl es um echte Gewaltverbrechen geht arbeiten sie die Themen oft Achtsam, sehr aufmerksam.

00:07:09: Auf und eben oft bewusst nicht aus TÀterInnen Perspektive sondern eher aus Betroffenen Perspektiven und bereiten die Sachen nochmal schön auf.

00:07:21: Also falls du den Podcast noch nicht kennst und da mal rein hören magst kleine Empfehlung am Rande!

00:07:27: So und damit starten wir in Annas Geschichte dass du dir Anna vorstellen kannst.

00:07:36: Anna ist Anfang zwanzig, hat gerade ihre Ausbildung fertig gemacht und steht grad so ein bisschen am Scheideweg ihres Lebens.

00:07:46: wo geht es als nÀchstes hin?

00:07:47: Was mache ich jetzt?

00:07:49: vollzeit in den Job rein oder nicht?

00:07:54: Und sitzt, saß vor mir und hat mir ihre Geschichte erzĂ€hlt und sie mir vertrauensvoll in meine erzĂ€hlerischen HĂ€nde gelegt.

00:08:07: Und mit Anna gehen wir ein bisschen in der Zeit zurĂŒck, so die HĂ€lfte ihres Lebens zurĂŒck.

00:08:14: Ihr Trauma ihrer Geschichte zumindest so einer der großen Breaks fing mit elf Jahren an.

00:08:23: Ihre Eltern haben viel gearbeitet Die waren viel unterwegs, sie waren viel nicht zu Hause und dadurch war sie entweder oft alleine oder ist dann auch teilweise in Kinder- und Jugendorten gewesen.

00:08:43: Kinderjugendzentren, Feriencamps etc... Kleine Anmerkung noch am Rande, wÀhrend ich gerade so erzÀhle.

00:08:52: Vielleicht merkst du das ich an der einen oder anderen Stelle ein bisschen lĂ€nger ĂŒberlege?

00:08:55: Oder ein bisschen anders in der Wortwahl bin als du mich vielleicht aus anderen Podcast folgen kennst auch da.

00:09:04: es ist natĂŒrlich auch zum Teil der Anonymisierung geschuldet

00:09:07: d.h.,

00:09:08: ich erzÀhle die Geschichte so dass nicht nachverfolgbar ist wer Anna nun ist und war.

00:09:18: Deswegen wird es an manchen Stellen vielleicht ein bisschen nebulöser von den Formulierungen her, worum es sich an manche Stellen handelt.

00:09:27: Also bitte verzei mir das da, dass wir nicht in einer Hörbuch-Detailtreue sind sondern wie eine Geschichte erzÀhlen die anonymisiert ist und wo es auch um die Sicherheit einer Person geht.

00:09:45: Anna war viel allein zu Hause und war dann eben auch viel woanders.

00:09:51: In Feriencamps, in Kinder- und Jugendeinrichtungen.

00:09:56: Ich erinnere mich so ein bisschen an meine Jugendzentrumzeit zum Beispiel.

00:10:00: So solche Orte war sie.

00:10:03: An solchen Orten war sie... Und sie war eher immer so'n bisschen Außenseiterin und hat sich daher umso mehr gefreut als ein Mann der selber auch so ein bisschen Außenseiter war, ihr Aufmerksamkeit geschenkt hat.

00:10:22: Sie hat plötzlich gemerkt oder ist jemand, der interessiert sich fĂŒr mich?

00:10:26: Der hat eine höhere Position.

00:10:31: Man muss dazu auch sagen, der Mensch war ein ehrenamtlicher Betreuer in der Einrichtung wo sie war.

00:10:38: War auch schon eher ĂŒber dreißig.

00:10:40: So Anfang Mitte Dreißig Ja, hat ja Aufmerksamkeit geschenkt.

00:10:45: Sie war ein eher schĂŒchternes MĂ€dchen damals und wie sie heute sagt mussten wir beide ein bisschen schmunzeln als sie mir das erzĂ€hlt hatte.

00:10:56: Wenn sie heute drauf schaut ist ihr klar dass das schon damals eine eher fragwĂŒrdige Dynamik war.

00:11:04: So Und natĂŒrlich können wir heute draufschauen und sagen ja, what the fuck?

00:11:12: Und wir können es auch benennen.

00:11:13: Was da passiert ist war eine ganz typische TĂ€ter in den Strategie.

00:11:18: das war das sogenannte Grooming dass jemand der deutlich Ă€lter ist sich an deutlich jĂŒngere in der Regel Kinder- und Jugendliche heran macht und zwar erst auf ne freundschaftlicher Art und Weise und dann quasi sich dadurch ihr Vertrauen gewinnt.

00:11:35: und die Übergriffe So, dass wir da einmal die VerhĂ€ltnisse klar haben.

00:11:42: Elf Jahre versus ĂŒber dreißig.

00:11:48: Genau er war selber eher ein Außenseiter und sie hat sich dadurch eben auch nochmal mehr mit ihm identifiziert und sich auch von ihm gesehen gefĂŒhlt.

00:11:58: Er hat ihr viele Komplimente gemacht ja auch Geschenke gemacht Und das ist natĂŒrlich fĂŒr den MĂ€dchen das Ja, sonst eher sozial isolierter ist.

00:12:09: Er außenseiteren ist und auch noch wenig Kontakt- und Aufmerksamkeit von und mit ihren Eltern hat.

00:12:17: umso schöner dass dann eine erwachsene Bezugsperson da ist wie sie ernst nimmt oder zumindest so tut als ob Und sie erzĂ€hlte mir auch das sie auch noch teilweise ChatverlĂ€ufe von damals hat die auch immer mal noch ein sieht und ja, sich auch heute wenn sie da durchskrollt auch schon echt ganz schön sich schĂŒtteln muss.

00:12:43: Und gÀnselhaft bekommt man sich denke wow das ist schon ganz schön eklig was da passiert ist.

00:12:48: und deswegen nochmal Ă€hm die ganz große Einladung an euch Wenn ihr merkt uuh da ist gerade in meinem Umfeld irgendwas komisch, egal ob ihr selber Kinder habt oder vielleicht selbst noch junge Erwachsene seid, egal wer wie wo in eurem Umfeld.

00:13:10: Habt da gerne einen Blick drauf.

00:13:12: Grooming kommt oft ganz net.

00:13:15: daher so auch ja der Altersunterschied aber er ist so nett zu ihr und es alles so toll und da einfach ein Blick drauf haben und sich dessen bewusst sein dass das auch andere HintergrĂŒnde und Hintergedanken haben kann.

00:13:35: Und Anna hat auch in ihren Chat verlĂ€ufen, beim ZurĂŒckskrollen auch festgestellt.

00:13:44: Er hat sie relativ schnell gefragt wie denn so ihr VerhÀltnis zu ihrer Familie ist.

00:13:50: und da kommen uns heute.

00:13:52: wenn wir uns das anhören und wer auch schon wissen wie die Geschichte weitergeht dann ansonsten wÀre Anna ja nicht als Survivor Queen hier im Podcast.

00:14:02: Kommt na!

00:14:04: Rote Flaggen hoch, Red Flags.

00:14:07: Wo wir merken okay da ist jemand auf der Suche nach einem Menschen, nach einem jungen MĂ€dchen die kein gutes Feld zu ihrer Familie hat.

00:14:22: weil dann was?

00:14:24: Weil das Teil eines in AnfĂŒhrungsstrichen geeigneten Opferprofils ist.

00:14:30: Jemand, die nicht gut angebunden ist, der vielleicht sogar ein schlechtes VerhĂ€ltnis mit ihrer Familie hat, vielleicht auch viel im Streit ist, vielleicht sogar hĂ€ufig weglĂ€uft... Das ist natĂŒrlich jemand, der viel leicht dazu beeinflussen ist und er sich sollte es zu ĂŒbergriffen kommen sich vielleicht auch weniger wehrt, sich vielleicht danach niemandem anvertraut weil ja vielleicht keine Vertrauenspersonen da sind.

00:14:58: Also das einfach nochmal so ein bisschen fĂŒr euch heute als Schulung des Blickes fĂŒr TĂ€ter in den Strategien dass die schon sehr klar einen Blick haben fĂŒr ihr Opferprofil.

00:15:18: ich nenne es mal so Und andersherum schicke ich euch eine Ladung MitgefĂŒhl rĂŒber.

00:15:25: Wenn ihr euch gerade selber auch vielleicht im Opferprofil erkennt, so da nochmal durchatmen und merken okay krass das ist jetzt nicht meine Schuld.

00:15:40: Ich höre ganz oft von meinen Klientinnen oh ja ich hĂ€tte das noch merken mĂŒssen.

00:15:45: So dann gucken wir uns jetzt Anna an und denken uns alter Anna war elf.

00:15:50: HĂ€tte sie was merken mĂŒssen?

00:15:52: I don't know.

00:15:53: Ganz, ganz vielleicht, wenn Sie frĂŒh in Ihrem Leben schon gelernt hĂ€tte, was fĂŒr TĂ€ter in Strategien es gibt und gut angebunden wĂ€re und Menschen gehabt hĂ€tte, denen sie sich anvertrauen kann und vielleicht auch gelernt hĂ€tte ein BauchgefĂŒhl zu entwickeln und darauf zu hören usw.

00:16:16: Aber ich glaube, wenn wir uns die Geschichte so anhören ... die bis hierher erzĂ€hlte, dann wĂŒrde niemand von uns sagen, Anna hĂ€tte das missen mĂŒssen.

00:16:27: Das hĂ€tte ja auffallen mĂŒssen!

00:16:28: Die Red Flag, das war doch so offensichtlich.

00:16:31: und gleichzeitig reden wir als Betroffene aber ganz oft genau so mit uns und ĂŒber uns.

00:16:38: Von daher eine liebe Einladung hier durchs Mikro zu dir milde Mitte zu sein und dir darĂŒber bewusst zu sein dass TĂ€terInnen oft sehr genau wissen, wonach sie suchen und dass du nicht schuld bist.

00:16:59: Sondern einfach aufgrund deiner Merkmale und Situation ein in AnfĂŒhrungsstrichen gutes Opfer warst.

00:17:10: Das ist scheiße!

00:17:11: So das es richtig scheiße.

00:17:12: und da kommt vielleicht jetzt auch... Widerstand oder auch WutgefĂŒhle und das ist total in Ordnung.

00:17:19: Also lasst uns weggehen von Scham und Schuld und hinzu, boah ich darf wĂŒtend sein!

00:17:26: So ein Kackmensch.

00:17:27: was da passiert ist?

00:17:28: Das ist nicht in Ordnung.

00:17:31: Da kommen wir in eine produktive und in eine Wut die in eine Richtung zeigt und zwar da wo sie hingehört zu den TÀterInnen Anstatt zu uns selbst, anstatt in die Auto-Aggression, in die Selbstverletzung.

00:17:50: Kommen wir zurĂŒck zur Andersgeschichte.

00:17:54: Es wird dich und uns nicht ĂŒberraschen aber ... Die Übergriffe an ihr begannen tatsĂ€chlich sogar vor Ort also da wo dieser Mensch ehrenamtlich gearbeitet hat, hat er sich an ihr vergangen.

00:18:13: so ich werde jetzt Nicht nÀher drauf eingehen und Detail.

00:18:18: Einfach, weil es uns auch wichtig ist hier im Podcast nicht zu bildlich Gewalt darzustellen und zu reprÀsentieren, weil darum geht's nicht, ne?

00:18:34: Anna sind dort ĂŒber Griffe passiert, ja?

00:18:36: Sexualisierte Gewalt, Missbrauch... Und das Krasse isst!

00:18:42: Das waren ihre Worte dass sie damals noch gar nicht verstanden hat, was da eigentlich passiert ist.

00:18:50: Was er da eigentlich mit ihr gemacht hat.

00:18:53: Ihre Worte dafĂŒr waren damals als Kind.

00:18:57: irgendwie war das alles komisch und heute weiß sie Sie war nicht aufgeklĂ€rt.

00:19:03: Sie war elf Jahre alt und war nicht ausgeklÀrt und hat deswegen tatsÀchlich einfach nicht verstanden was dieser Mensch dort tut und auch nicht verstanden, dass das nicht in Ordnung ist.

00:19:17: Und da sind wir beim Thema AufklÀrung und auch eine Frage die hÀufig kommt also wann klÀre ich denn mein Kind auf?

00:19:28: Ich will es ja nicht verstören!

00:19:30: Ja natĂŒrlich wollen unsere Kinder nicht verstören und gleichzeitig gerade wenn die sexuelle Entwicklung von Kindern anschauen oder von Menschen in Summe, Kinder entdecken sehr frĂŒh ihren Körper.

00:19:49: Und da reinzugehen auf eine sexualpÀdagogische wertvolle Art und Weise ist gar nicht so easy.

00:20:03: Verstehe ich total?

00:20:05: Ich mache mir gerade innerlich so eine Notiz, dass wir vielleicht auch mal ne SexualpÀdagogin-SexualpÀdagogen einladen.

00:20:13: Hier in Podcast oder in eines unserer anderen Formate, Kongress, VB Nahe – ich guck mal wo das gut passt und wo wir das Thema nochmal explizit angehen können.

00:20:23: Aber so ne Faustregel die gut funktioniert ist altersgerecht!

00:20:31: Es geht nicht darum, dass wir Kinder jetzt ĂŒbersexualisieren und ihnen viel zu viel zeigen.

00:20:37: Und ordentliche Dinge erklĂ€ren die sie vielleicht noch gar nicht interessieren oder fĂŒr Sie nicht relevant sind.

00:20:43: Und gleichzeitig sind Kinder neugierig und stellen Fragen.

00:20:47: Wenn Sie nicht wissen... So ganz klassisch!

00:20:50: Mein Körper gehört mir.

00:20:51: wenn Sie nicht Wissen Dass das ihr Körper ist und dass sie da ja oder nein sagen dĂŒrfen.

00:20:57: Und, dass da ein Erwachsener-Mann nicht zu suchen hat an meinem Körper in gewissen Stellen dann kann es zu sowas kommen.

00:21:08: Und damit zurĂŒck zur Anna.

00:21:10: Sie war nicht aufgeklÀrt.

00:21:11: irgendwie war's komisch.

00:21:12: Sie hat nicht verstanden was da passiert.

00:21:17: Jetzt kommt etwas ganz Spannendes.

00:21:20: Sie spricht davon sich selber eingeredet hat, dass das was sie da erlebt hat eigentlich nur ein Albtraum war.

00:21:29: Das heißt die hat es wirklich dissoziiert und abgespalten und hat sich ihre eigene Wahrnehmung abgesprochen.

00:21:37: Das was ich da erlebt habe ist gar nicht wirklich passiert.

00:21:40: Ich hab das nur getrÀumt!

00:21:42: Das war nur ein schlimmer Traum.

00:21:45: Und wenn wir die Deutung auch nochmal nehmen Ein schlimmer traum, einen Albtraum Dann verstehen wir auch schon mit einem Blick drauf, okay.

00:21:56: Also der kleinen Anna war damals schon klar noch wenn sie nicht ganz verstanden hat was da passiert ist dass das was böses was schlechtes war.

00:22:04: denn Sie hat ja dann hat das in ein Albtraum umgewandelt In ihrer Erinnerung Und dann ging es weiter so.

00:22:17: also die ĂŒbergriffe wurden mehr sie worden intensiver Und es ging so weit, dass er sie sogar dazu ĂŒberredet hat, dass sie doch bei ihm ĂŒbernachten könne.

00:22:30: Weil wenn sie beim Übernachtet dann kann sie ja am nĂ€chsten Tag einfach wieder mit in die Einrichtung fahren mit ihm weil dann dann hat sich's nicht soweit da muss ich nicht immer bis nach Hause zurĂŒckfahren das sei ja total weit und von darin hat sie tatsĂ€chlich regelmĂ€ĂŸig beim ĂŒbernachtet an Wochenenden in Ferien und mehr.

00:22:57: Ja, vielleicht merkst du gerade wĂ€hrend ich erzĂ€hle das darf ein paar GefĂŒhle bei dir hochkommen.

00:23:05: mach gerne noch eine Pause.

00:23:07: Vielleicht hilft ihr grad ne Selbstregulation.

00:23:12: Mein Körper schickt mir direkt einen GĂ€nen rein Ich hab die FĂŒĂŸe auf dem Boden.

00:23:15: Genau So bei mir kommt so ne Mischung aus Wut Ohnmacht Frust.

00:23:27: Eine erste Frage auch direkt nachdem Anna das erzÀhlt hatte, war auch hey was haben denn deine Eltern gesagt?

00:23:35: Was hat deine Familie gesagt.

00:23:37: Also fanden die das nicht komisch dass du als junges MĂ€dchen bei einem ĂŒber dreißigjĂ€hrigen regelmĂ€ĂŸig schlĂ€ft.

00:23:51: und genau jetzt kommen wir hier zum Thema Familie.

00:23:57: Ihre Eltern haben tatsÀchlich oft gar nicht gewusst, dass sie nicht da war.

00:24:01: Dass sie nicht zu Hause geschlafen hat weil Sie viel gearbeitet haben.

00:24:06: Ihr merkt ich erzĂ€hlen nicht mehr was sie gearbeitet habe aus VersöhnlichkeitsgrĂŒnden aber sie waren viel nicht da, haben viel nicht mitbekommen.

00:24:17: und jetzt kommt noch das Thema TÀter-LoyalitÀt dazu.

00:24:23: Anna hat teilweise auch dann fĂŒr den TĂ€ter gelogen dass sie dann erzĂ€hlt hat, ja ich bin schlaf bei einer Freundin.

00:24:35: Das ist leider auch ein Teil dessen.

00:24:39: wenn grooming gut in AnfĂŒhrungsstrichen funktioniert hat und das Opfer die Betroffenen sich verbunden fĂŒhlen mit den PĂ€terInnen Dann kann es dazu kommen dass sie diese wirklich decken, dass sie sich zugehörig, loyal fĂŒhlen.

00:25:05: Das ist das GefĂŒhl am.

00:25:07: ich muss das jetzt decken!

00:25:09: Ich muss ihn jetzt decken, weil ... Und hinter dem Weil können ganz unterschiedliche Sachen stehen.

00:25:15: Da kann wirklich nur LoyalitÀt dahinterstehen im Sinne von.

00:25:19: ich möchte nicht dass er Ärger bekommt da kann aber auch eine Zuneigung da sein.

00:25:24: Aber ich möchte ihn ja wirklich sehen Weil da ist ja nicht alles böse und schlecht dran bis hin aber auch zu Ängsten, Ă€ngsten und Sorgen die vielleicht eingeredet werden.

00:25:37: Wenn du was sagst dann passiert etwas Schlimmes so Schweigegebote also dass dieses TĂ€ter ihnen decken und vielleicht sogar fĂŒr sie lĂŒgen ist.

00:25:50: leider ganz normal ist was ganz ganz typisches was Betroffene erleben das betroffende berichten und was ich auch oft erlebe in meinen traumat therapeutischen Sitzungen mit meinen Klientinnen, dass das auch etwas ist was noch lange belastet.

00:26:09: So nach dem Motto HĂ€tte ich doch was gesagt und ich habe ja sogar noch fĂŒr ihn mit gelogen.

00:26:16: Ich hab ihn ja gedeckt ich bin ja dann auch irgendwie selber schuld.

00:26:21: vielleicht vielleicht kennst du das so oder so Àhnlich.

00:26:26: Ein Thema kann auch sein Selbstschutz.

00:26:28: Ich lĂŒge, weil ich da nicht mehr rauskomme.

00:26:36: Kleine Anekdote aus einer Serie, die ich gestern geguckt habe.

00:26:40: Das passt ganz gut.

00:26:42: Shrinking heißt die Serie.

00:26:44: Die lÀuft leider nur auf Apple TV vielleicht auch irgendwann woanders.

00:26:49: sehr, sehr cool und lustige Serie.

00:26:52: Sehr viel Therapeut in den Charme so auf jeden Fall sagt eine der Hauptfiguren Ja ich glaube unser BĂŒro ist umgezogen aber Ich war schon solange nicht mehr im BĂŒro Und auf Arbeit das es jetzt schon zu spĂ€t ist, dass es schon zu lange her ist.

00:27:15: Dass wir umgezogen sind ich kann jetzt nicht nach der Adresse fragen so deswegen kann ich auch jetzt nicht mehr ins BĂŒro gehen und muss fĂŒr immer im Home Office

00:27:23: bleiben.".

00:27:24: So vielleicht kennst du dieses GefĂŒhl von oh das ist schon zu lang her oder das ist ja ein zu lange gelaufen?

00:27:31: Ich kann jetzt mich fragen ich kenne das manchmal zum Thema Namen weil man sich schon zwei Stunden mit jemandem unterhalten hat dann kann man auch irgendwie noch mal nach dem Namen fragen zumindest GefĂŒhlt.

00:27:42: Und hier sind wir beim Thema gefĂŒhlt und so geht es auch vielen Betroffenen.

00:27:49: Ich habe jetzt schon so lange mitgemacht, ich kann nicht zugeben dass da was Schlechtes passiert.

00:27:56: Ich hab jetzt schon solange gesagt ja ja das ist voll toll oder ja ich war zu einer Freundin.

00:28:02: Ich kann jetzt nichts anderes sagen.

00:28:07: Genau also... da einfach noch mal fĂŒr euch zur Transparenz zum verstehen.

00:28:14: Das sind typische Muster, auch psychologischen Mechanismen die wir Menschen in uns haben, die TĂ€terInnen an diesen Stellen auch einfach ausnutzen.

00:28:28: Kommt mir zu Anna zurĂŒck!

00:28:32: Sie hat regelmĂ€ĂŸig beim Übernachter, die Übergriffe sind immer extremer geworden und irgendwann ging es tatsĂ€chlich auch in die organisierte Gewalt ĂŒber.

00:28:44: Er sprach davon, dass er Gleichgesinnte hÀtte, Freunde hÀtte und ... Die waren dann auch bei ihm zu Besuch da.

00:28:57: Und haben auch... Auch die haben sie dann missbraucht!

00:29:00: Und teilweise war es andersherum, das er sie mitgenommen hat.

00:29:03: zu Gleichgesinten ganz viele AnfĂŒhrungsstriche.

00:29:09: Und dass Sie dort von mehreren Menschen gleichzeitig slash nacheinander missbraucht worden ist.

00:29:15: Du merkst, ich gehe nicht ins Detail, darum geht's hier nicht.

00:29:18: Aber wir können uns vorstellen wie es der kleinen Anna damals ging.

00:29:24: ĂŒber Jahre ging das bei ihr damals so und kommt natĂŒrlich auch die Frage auf ja okay die Eltern haben sich mitbekommen oder sie hat sie teilweise angelogen.

00:29:45: aber hĂ€tte es nicht noch irgendwem anders auffallen mĂŒssen?

00:29:50: Wir bewegen uns ja nicht in einem luftleeren Raum zu, sie hat ihn ja kennengelernt als Ehrenamtlicher.

00:29:58: HĂ€tte in diesem Umfeld wo er ehrenamtlich war hĂ€tte das dort nicht auffallen mĂŒssen.

00:30:06: und ganz ehrlich Ja verdammte Kacke es hĂ€tte auffalen mĂŒssen so und auch dass sagt Anna heute im RĂŒckblick Es hĂ€tte auffle können es hĂ€tte auffallen mĂŒssen Menschen hĂ€tten das erkennen können und mĂŒssen.

00:30:22: Und da sind wir wieder beim Thema, wie geschulte können und mĂŒssen Menschen sein.

00:30:33: Wie?

00:30:35: Da ist ein elfjÀhriges MÀdchen.

00:30:39: Klar sie wird Àlter dann ist die zwei drei zehn vierzehn.

00:30:44: Die morgens immer zusammen mit dem Ehrenamtlichen kommt.

00:30:52: Wir kennen es aus dem Bereich Schule.

00:30:56: Noten, Sacken ab Traumasymptome kommen, man ist mĂŒde.

00:31:03: Ist sozial nicht mehr so richtig dabei?

00:31:06: Heute gibt es zum GlĂŒck zumindest in Teilen SchulpsychologInnen oder SchulsozialarbeiterInnen aber irgendwie ... Und ja da sind wir so beim Thema Gesellschaft und Hinschauen.

00:31:20: und dann nochmal eine ganz große Einladung und Appell an euch heute hier in der Gegenwart schaut hin.

00:31:28: also Auch Menschen, die nicht geschult sind in Trauma und Entheter-Innenstrategien

00:31:33: usw.,

00:31:34: können solche Muster erkennen.

00:31:36: Könn hinschauen!

00:31:37: Könn fragen... Und vielleicht ist es euch ja auch möglich eine Schulung zu machen?

00:31:45: Wie von Survivorqueen bieten ja zum Beispiel eine Traumagrundlagenfortbildung, ein ganzes Wochenende vom Freitag bis Sonntag an fĂŒr Fachpersonen.

00:31:54: Egal ob TherapeutInnen oder PĂ€dagogInnen, CoachesberaterInnen usw.

00:31:58: Also dass Menschen einfach ein grundlegendes VerstĂ€ndnis davon haben wie Trauma funktioniert und woran man es erkennen kann und wie man unterstĂŒtzen kann.

00:32:08: Und wenn das so eine Fortbildung nicht ist, dann ist es vielleicht einfach... hier unseren Podcast hören oder andere Podcasts zu hören.

00:32:15: Also ĂŒberall wo du dir Wissen aneignen kannst, wo du an Informationen kommst mit denen du in deiner LebensrealitĂ€t egal ob Arbeit- oder Privat ein bisschen genauer hinschauen kannst das hilft schon.

00:32:31: Das hilft egenwĂ€rtigen Anders sehr und ich glaube ich brauche jetzt nicht nur damit anfangen dass da in der Einrichtung Also das hĂ€tte auffallen mĂŒssen, da krieg ich einen riesengroßen Hals.

00:32:47: Da merkst du schon?

00:32:48: Da werd' ich richtig sauer!

00:32:49: Ich denk', hey, das ist ein ehrenamtlicher... In der Regel wenn man mit genau den Jugendlichen arbeitet muss man ein polizeiliches FĂŒhrungszeugnis mitbringen.

00:32:58: In der Regel sollte es aber natĂŒrlich selbst auch ein paar JĂ€hrchen her, wobei auch gar nicht so lang.

00:33:04: Zehn Jahre.

00:33:06: Mitte zweitausend Zehner gibt es eigentlich in vielen Einrichtungen, gerade da wo mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird.

00:33:14: Entweder Awareness-Teams oder Vertrauenspersonen oder auch Supervisionen und deswegen ist das Feld mir richtig schwer zu glauben dass wirklich niemand da in diesem Kontext etwas mitbekommen hat.

00:33:36: Spannenderweise hat Anna auch mit ihren Freundinnen von damals gesprochen.

00:33:40: Also teilweise, manchen hat sie es erzĂ€hlt heute als Erwachsener und wollte eben auch von ihnen ihre EindrĂŒcke ihrer Erinnerung, ihre Gedanken an damals bekommen.

00:33:54: Und spannenderweise zumindest diejenigen, mit denen sie bisher gesprochen hat können sich ja nichts erinnern.

00:34:00: also niemandem ist etwas aufgefallen Wenn wir wieder beim Thema hinschauen und natĂŒrlich klar als Kinder, Jugendliche.

00:34:11: Ich glaube wenn wir alle zurĂŒckdecken, denken wir hatten alle so unsere Themen- und WehwĂ€hchen als Teenagerinnen.

00:34:18: von daher ja auch da machen wir niemanden einen Vorwurf gerade nicht anderen Gleichaltrigen.

00:34:26: aber spannend oder?

00:34:28: Also auch da hat niemand was mitbekommen Und wahrscheinlich fragst du dich jetzt auch.

00:34:38: Okay, wie ist es denn jetzt weitergegangen?

00:34:39: Wie ist das jetzt

00:34:40: ausgegangen?".

00:34:44: TatsÀchlich ist es so ausgegangen dass der TÀter sich sehr gewalttÀtig also wirklich körperlich gewalt tÀtig geworden ist.

00:35:00: sie weiß heute nicht mal mehr warum ja.

00:35:02: also Anna kann sich nicht mehr erinnern warum.

00:35:04: wahrscheinlich hat sie irgendwas gemacht was war sehr doof an und er hat sie... Das sind jetzt meine Worte Halbtod geschlagen.

00:35:13: Er hat sie schon sehr, sehr verletzt, das ist ihre Sorte und sie dann abgelegt.

00:35:22: Also er hat sie wirklich quasi am Straßenrand abgelegt, sie wurde anders hingefahren und abgelegt Und ja jetzt merken wir hier an der Stelle Wir sind ganz schön nah im Thema True Crime dran.

00:35:35: also die Geschichte hÀtte auch anders ausgehen können aber Sie ist tatsÀchlich gefunden worden.

00:35:42: Es ist die Polizei gerufen worden und das war in AnfĂŒhrungsstrichen ihr großes GlĂŒck damals.

00:35:50: Ganz, ganz viele AnfĂŒhrungstriche zum Thema GlĂŒck.

00:35:53: Sie weiß selber nicht ob sie es geschafft hĂ€tte daraus zu kommen aus diesem System, aus diesen Muster was er da aufgebaut hat.

00:36:04: fĂŒr sie also sie sagt selber fĂŒr sie gab es zur derzeit eigentlich nur noch Schule und bei ihm sein Sie hatte keine Teenager-Zeit, keine Kindheit.

00:36:16: Das, was andere Teenagerinnen in der Zeit gemacht haben.

00:36:21: Rausgehen, Partys, feiern mit Freundinnen treffen – das gab es fĂŒr sie alles nicht!

00:36:25: Sie ist in der Schule gewesen und ist danach bei ihm gewesen.

00:36:29: Ja, sie war auch auf und zu Zuhause aber im Prinzip bestand ihre gesamte Jugend aus Gewalt TÀterkontakte und TÀterloyalitÀt.

00:36:43: immer wieder dahin gehen, obwohl sie merkt es tut ihr nicht gut.

00:36:47: Obwohl sie merken ich will da nicht hin.

00:36:49: Aber Sie wusste es nicht anders!

00:36:51: Sie wussten nicht was sich stattdessen tun soll.

00:36:56: An der Stelle noch ein kleiner Quer verweist falls du mehr zum Thema TÀter-LoyalitÀt lesen magst Da Lesen mags, hören mags.

00:37:08: In unserem Podcast verlinke ich dir auch unten in den Show-Notes, habe ich auch eine Folge gemacht zum Thema TÀter LoyalitÀt und Peter Introjekt.

00:37:20: Also da kannst du noch mal reinhören zu den beiden Begriffen.

00:37:24: So weiter zu Anna.

00:37:33: Es kam zur Anzeige es kam zu einem Gerichtsverfahren zu dem Gerichtsprozess Und tatsÀchlich sitzt der TÀter heute im GefÀngnis.

00:37:46: Noch, ne?

00:37:48: Und Anna sagt auch sehr doch echt Respekt und Sorge davor, wie es ist wenn er irgendwann nicht mehr im GefÀnger ist.

00:37:57: In ihrem Heimatort geht sie nicht ohne Begleitung aus dem Haus.

00:38:03: Sie wohnt da nicht mehr, sie ist weggezogen.

00:38:07: Aber da ist doch sehr viel Angst in Klammern wahrscheinlich auch berechtigt vor dem TĂ€ter, vor der Rache.

00:38:19: Und was vielleicht auch noch spannend ist zu wissen und ich weiß es macht viel Frust ist das neben dem Tater, dem HaupttĂ€ter der sie gegrunt hat keiner der anderen TĂ€terInnen bestraft worden ist.

00:38:38: Sie sind nicht gefunden.

00:38:40: Sie konnten nicht ausgemacht werden, wie auch immer man das jetzt benennen möchte.

00:38:45: Das ist aus Survivorqueen-NGO Sicht fucking scheiße und frustrierend.

00:38:55: Aber hey!

00:38:57: Immerhin ein Headhug isst im GefÀngnis.

00:39:00: Also ... Das hÀtte ja auch anders ausgehen können?

00:39:04: Kennen wir ja auch aus anderen Geschichten.

00:39:09: Anna beschreibt dass sie aus der Zeit Gerichtszeit und Aussagezeit bei der Polizei

00:39:17: usw.,

00:39:17: dass sie da sehr wenig Erinnerung dran hat.

00:39:20: Das kennen wir, das Thema Dissoziation und Funktionieren.

00:39:28: Und jetzt mache ich mit euch einen Sprung!

00:39:31: Jetzt waren mir sehr viel in der Geschichte.

00:39:34: was war auch wenn wir schon viel eingeordnet haben gleich... Was hat ihr denn geholfen?

00:39:44: Anna saß vor mir als lebensbejahende junge Frau.

00:39:52: Sie hat mich angestrahlt!

00:39:54: Und gerade als sie so ĂŒber die Gegenwart erzĂ€hlt hat, oder auch dass sie heute einen Partner hat der ĂŒber ihre Geschichte weiß und der eine Familie hat, die unglaublich unterstĂŒtzend mit dabei ist.

00:40:08: Wo sie mit ihm und seiner Familie viele Dinge zum ersten Mal macht, ans Meer fahren ins Kino gehen zu ganz normale Dinge, die meisten von uns wahrscheinlich irgendwie als Kinder- und Jugendliche schon zum ersten mal in unserem Leben gemacht haben.

00:40:24: Die macht sie heute zum ersten Mal und anstatt dass sie dafĂŒr ausgelacht oder beschĂ€mt wird, sind sie unterstĂŒtzend und freuen sich mit ihr all ihre ersten Male neu zu erleben und zu zelebrieren.

00:40:43: Und wie schön!

00:40:46: Also da einfach nochmal fĂŒr euch so als Gegenentwurf zu diesem alle Traumatisierten Menschen sind beziehungs- und bindungsunfĂ€hig.

00:40:58: Ja, Trauma macht ganz viel zum Thema Beziehung aber es kann auch anders aussehen.

00:41:07: Es kann uns der Mensch ĂŒber den Weg stolpern, der die Korregulationen und die korrigierende Beziehungserfahrungen in Person ist.

00:41:21: Ganz große Einladung Euer Blickfeld zu erweitern fĂŒr Wow, sowas ist möglich.

00:41:40: Ich ĂŒberlege gerade was wir hier nach mit rein nehmen.

00:41:43: Was hat ihr geholfen?

00:41:45: Ich habe sie explizit gefragt.

00:41:47: Was habt ihr gehorfen?

00:41:48: Was magst du erzÀhlen und was magst Du anderen mitgeben?

00:41:52: FĂŒr Sie war EMDR als Traumatherapie.

00:41:57: I movement B-Sensitization Reprocessing, also das mit den Augen.

00:42:07: Da ist sie seit einem Jahr in Behandlung und sagt es ist krass!

00:42:16: Also es ist unglaublich anstrengend aber es hilft ihr sehr in der Aufarbeitung einerseits weil sich heute eingestehen kann Ja okay, das war schlimm was da passiert ist.

00:42:29: Weil bei ihr so der typische Mechanismus... So schlimm war es gar nicht!

00:42:35: Da war.

00:42:36: also ich meine wir haben uns jetzt ihre Geschichte angehört und ich glaube die meisten von uns sind so what the fuck?

00:42:43: Und unser spannendes Selbstschutz hier macht gerne egal wie schlimm wir Sachen sind die wir erlebt haben objektiv schlimm Macht unser Brain ganz oft als Schutz, auch so schon war es doch gar nicht.

00:43:00: Andere haben's ja viel schlimmer.

00:43:02: also da einfach eine ganz große Einladung des Weglassenes war schlimm So und das hat sie erst durch die Therapie und durchs EMDR gelernt.

00:43:15: Da hat sich auch festgestellt dass sie unglaublich viele ErinnerungslĂŒcken hat Und dass die Erinnerungen jetzt teilweise durch das aufarbeiten ErststĂŒck fĂŒr StĂŒck wieder hoch kommen.

00:43:26: Spannenderweise, da musste ich Sie so ein bisschen schmunzeln beim ErzÀhlen.

00:43:32: Es ist fĂŒr sie richtig gut dass die Änderungen zurĂŒckkommen und sie sagt egal wie schlimm die Änerung sind, die da wieder kommen es hilft ihr sich selber besser zu verstehen denn die Trigger sind ja trotzdem da gewesen.

00:43:50: also Sie hat ihr halbes Leben lang teilweise Trigger da gehabt und hat dann Ängste- und Panikattacken, andere körperliche Reaktionen bekommen.

00:44:01: Flashbacks bekommen... ...und wusste aber gar nicht woran es liegt!

00:44:06: Also sie konnte den Auslöser nicht erkennen oder wusste selbst wenn sie ihn auslösern kannte.

00:44:13: Wusste sie nicht so genau?

00:44:14: Warum das jetzt passiert?

00:44:16: Also sie hatte keine Bilder, keine Erinnerungen dazu.

00:44:19: Weil da teilweise Amnesien drauf lagen weil es teilweise backdisziert war so und Es fand ich total schön zu sehen wie sie da lĂ€cheln sitzt und sagt jeder erinnerung die zurĂŒckkommt hilft mir mich besser zu verstehen Und damit kann Ich milder mit mir sein.

00:44:39: na' ich weiß besser woran es liegt.

00:44:43: Da ist das große Stichwort Selbstwirksamkeit.

00:44:46: Ich kann dann etwas tun, wenn ich weiß warum es da ist!

00:44:49: Wenn ich weiß woran es mich denn erinnert?

00:44:53: Das fand ich richtig schön.

00:44:56: als ein anderes Bild zum Thema Erinnerung weil viele von uns die Erinnerungen haben wollen oft dass sie nicht da sind.

00:45:08: Die die keine Erinnerungs haben wollen verstehen woran's liegt und was die Erinnerungen sind, ĂŒber denen Schleier liegt.

00:45:15: Und ich möchte nicht sagen dass das eine besser oder schlechter ist.

00:45:21: Ich möchte Ihnen nur zeigen es gibt viele unterschiedliche Wege mit dem Scheiß umzugehen den Du und den wir erlebt haben.

00:45:33: Den fand ich irgendwie schön mit diesem LĂ€cheln bei dem Gedanken daran das schlimme Erinnerung zurĂŒckkommen.

00:45:47: Anna hat als sie angefangen, aufzuarbeiten.

00:45:49: Sie hat relativ lange nach Therapie gesucht.

00:45:52: Da haben wir ein anderes großes nerviges Thema in unserer Gesellschaft, TherapieplĂ€tze zu finden und jetzt gerade noch mal hochaktuell politisch wo auch noch Psychotherapeutinnen die Kassensitze haben.

00:46:06: Vierundhalb Prozent gekĂŒrzt werden von ihrer Gage.

00:46:09: aber gut das lassen wir stehen.

00:46:10: in dieses rabbit hole hĂŒpfe ich nicht mit euch rein.

00:46:14: Aber was Anna auf ihrem Weg unglaublich geholfen hat, waren Online-Ressourcen.

00:46:22: Ins Internet zu gehen und zu schauen, okay?

00:46:24: Was gibt es da, was mir

00:46:26: hilft?".

00:46:27: Da war unser Survivor Queen Podcast.

00:46:29: Da waren andere Traumapodcasts wie der von Verena König YouTube Videos von Dami Schaf Instagram Accounts von anderen KollegInnen oder auch anderen Betroffenen.

00:46:39: Na und deine ganz große Einleitung an euch sucht euch die Angebote, die zu euch passen.

00:46:47: Wo man eure Sprache spricht wo ihr euch verstanden fĂŒhlt.

00:46:50: das kann so hilfreich sein.

00:46:55: KreativitĂ€t fĂŒr sie war es das Malen aber auch in den Körper zu kommen weil hier war's das somatische Yoga also Yoga dass nochmal anders achtsamer in den körper geht.

00:47:09: TatsÀchlich auch das Traumersensible meditieren, da muss ich ein bisschen schmunzeln.

00:47:14: Das bieten wir bzw.

00:47:16: Ellen aber uns aus unserem Team seit drei Jahren an jeden ersten Mittwoch im Monat Traumasensibles meditierend.

00:47:23: halbe Stunde inklusive Ankommen und Auschecken schon also eher die Meditationszeit sind meistens so fĂŒnfzehn Minuten plus minus und einfach sehr Traumasensible, auf Traume abgestimmt mit vielen Wahlmöglichkeiten und so weiter.

00:47:41: Und da hat Annami erzĂ€hlt dass sie als sie das allererste mal dabei war Zitat super geheult hat weil sich gemerkt hat wie viel Entscheidungsfreiraum Sie eigentlich hat und damit eigentlich gar nicht umgehen kann weil Elena zum Beispiel eigentlich fast immer ansagt okay und jetzt schau fĂŒr dich, möchtest du die Augen auf oder zu haben?

00:48:14: Allein die Wahl zu haben.

00:48:16: Die Augen auf dazu zu machen macht offen gigantischen Unterschied gerade bei traumatisierten Nervensystemen Und das fand ich so schön und so sinnwildlich dafĂŒr wie eingeengt anders Selbstwirksamkeit anders Optionen Entscheidungen zu treffen, bisher in ihrem Leben war.

00:48:43: Und wenn das Verein den einen oder anderen von euch spannend ist, da mal beim Traumasensiblen meditieren reinzuschauen und vorbeizuschauen – eine ganz große Einladung!

00:48:54: Ich packe euch den Link zu unseren Veranstaltungen in die Show Notes rein.

00:49:04: Jede erste Mittwoch im Monat, neunzehn Uhr bis dreißig Minuten und ihr könnt live dabei sein.

00:49:12: Ihr könnt euch aber auch anmelden und bekommt die Aufzeichnung zugeschickt und irgendwas deutlich noch sagen.

00:49:18: Ach so genau!

00:49:19: Und es ist wie immer solidarische Basis.

00:49:22: also wir haben Preis dort stehen was der Kurs genau was so ein Ticket kostet und ihr könnte aber gleichzeitig einen eigenen Preis wĂ€hlen und wenn es monetĂ€r fĂŒr dich gerade schwierig ist, sind auch null Euro total in Ordnung.

00:49:37: Also hol dir das was dir gut tut.

00:49:44: So ich scroll mal weiter an meine Notizen.

00:49:48: Ich habe Anna auch gefragt, was hat sich denn fĂŒr sie verĂ€ndert im letzten Jahr seit sie die Therapie begonnen hat?

00:49:57: Da fing sie an zu strahlen.

00:49:58: Also wirklich zu strahlend und erzĂ€hlte mir bestimmt zwanzig Minuten am StĂŒck Dinge, also sie traut sich neue Sachen zu erleben.

00:50:08: Sie war zum ersten Mal ein Meer und hat sich bis dahin aber nur ausgemalt.

00:50:12: Bis heute ist sie Anfang Zwanzig, bis sie Anfang zwanziger war, hat sie sich nur getrÀumt oder ertrÀumten wie wohl das Meer ist.

00:50:22: Und sie war zum Ersten mal da und hatte Funkeln in den Augen.

00:50:26: Sie erlebt Freiheit, sie spĂŒrt dieses GefĂŒhl dahinter zum ersten Mal in ihrem Leben.

00:50:33: Sie traut sich raus zu gehen, sie geht ins Kino und wenn es nur Spazierengehen draußen ist – ein Satz den ich euch auch eins zu eins zitieren mag – zu merken dass mir zumindest in der Theorie niemand mehr etwas verbietet.

00:50:53: Wow!

00:50:54: Was fĂŒr eine Erkenntnis?

00:50:56: Und auch zu merken, oh krass wie doll TÀterInnen unser Denken beeinflussen können.

00:51:04: Wie sie ja auch heute noch nach Jahren so prÀsent sein können.

00:51:13: und Sie hatten BeispielerzÀhlungen gesagt.

00:51:15: manchmal fragt sie ihren Partner noch darf ich ein Buch lesen?

00:51:20: Und merkt dann selber und durch seine Reaktion merkt sie, oh Krass!

00:51:25: Ich brauche mir ja gar nicht die Erlaubnis holen.

00:51:27: Ich darf jetzt einfach ein Buch lesen, wenn ich das

00:51:29: möchte.".

00:51:34: Ja, Thema Beziehung.

00:51:38: Sehr erzĂ€hlt dass fĂŒr sie BerĂŒhrungen und auch Vertrauen immer noch sehr schwierig ist.

00:51:45: Sie konnte frĂŒher gar keine BerĂŒhrung ab von anderen Menschen Und jetzt gibt es Phasen, Zitat in denen sie es schon ertragen kann Mit einem kleinen Schmunzler und auch mit dem Blick in die Zukunft, dass es hoffentlich irgendwann nicht nur ertragbar sondern auch schön sein wird.

00:52:05: Und gleichzeitig finde ich's unglaublich schön zu sehen und zu hören das sie da einen Menschen gefunden hat der mit ihr ihr Tempo geht und bereit ist in AnfĂŒhrungsstrichen zu warten und mit ihr StĂŒck fĂŒr StĂŒck Vertrauen aufzubauen und dazu sein.

00:52:25: Sie hat auch erzĂ€hlt, dass fĂŒr sie schlafen frĂŒher unglaublich schwierig war.

00:52:29: Mittlerweile geht's und wenn es dann doch mal nicht geht, dass sie sich selber die Erlaubnis gibt stattdessen aufzustehen um was Schönes zu machen in eine Serie zu gucken oder irgendwas anderes zu machen.

00:52:47: Auch eine spannende Selbsterkennung.

00:52:51: fĂŒr sie so ruhige, cozy Entspannungs-Sachen die total wahnsinnig machen und fĂŒr Sie zum Beispiel so Serien und BĂŒcher alles was Richtung Thriller geht.

00:53:03: Und mehr Aufregung und Adrenalin dass das sie entspannt.

00:53:08: Da muss man beide ein bisschen schmunzeln.

00:53:09: da sind wir natĂŒrlich beim Thema Nervensystem.

00:53:12: Dass wenn ein Nervensystem es nicht gewohnt ist in die ruhen Entspanungen zu gehen dass das ja uns eher verrĂŒckt macht.

00:53:23: Und wir dann aufspringen und sagen, nee ich mache jetzt was Aufregenes.

00:53:28: Ich mach jetzt Verspannendes.

00:53:39: Sie hat von einem GlĂŒhbönenmoment mir erzĂ€hlt den ich mit euch teilen mag.

00:53:48: Es war auch so ein bisschen eine Hausaufgabe von ihrem Therapeuten dass sie mal schauen soll wenn sie möchte ob sie Musik von damals konsumieren möchte, um vielleicht Erinnerungen wiederzuholen.

00:54:05: Um S in AnfĂŒhrungsstrichen S zu realisieren was eigentlich damals passiert ist versus wo sie heute ist und Sicherheit hier kleiner Disclaimer passt gut auf euch auch wenn ihr sowas macht das ist jetzt natĂŒrlich nicht ohne.

00:54:22: und dass es jetzt natĂŒrlich von ihren ParapĂ€uten in Absprache als Hausaufgabe Passt gut auf euch auf, das ist keine Aufgabe die man mal eben macht wenn man nicht so genau weiß was dann vielleicht passiert.

00:54:38: Aber sie hat erzĂ€hlt dass sie eine Playlist rausgeholt hat, dass sie Musik raus geholt hat die sie nur damals gehört und danach nie wieder Und hat dadurch durch die Musik durch das ZurĂŒckhĂŒpfen in der Zeit mit der Musik hat sie gemerkt wie viel sie von sich verloren hat und dass sie heute StĂŒck fĂŒr StĂŒck ein Teil von sich zurĂŒckholen kann.

00:55:07: Wow, oder?

00:55:10: Ich habe Anna gefragt wie ihr Blick in die Zukunft ist Und da lĂ€chelte sie schaut zur Seite so in ja in die zukunft und meinte Zitat ich weiß es liegt noch viel vor mir Die Therapie dauert ja erst einen Jahr aber endlich hilft etwas.

00:55:34: Ich will leben lernen.

00:55:39: Leben lernen, was fĂŒr ein wunderschöner Plan sich von allen bisher ja aufgedrĂ€ngten Regeln von außen befreien.

00:55:54: und sie hat mir erzĂ€hlt natĂŒrlich gibt es immer noch Tage die scheiße sind aber das ist okay weil es eben jetzt auch Tage gibt an denen es schön ist.

00:56:04: Es Tage gibt, die nicht scheiße sind.

00:56:08: und ja, es gibt auch noch Sachen, an denen sie ĂŒbt, die sich jetzt gerade auch aktiv versucht besser zu machen, ĂŒberhaupt erstmal zu verstehen was das ist zum Beispiel ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen in die SelbstfĂŒrsorge zukommen selbst mit GefĂŒhl mit sich selber zu haben sich selbst nicht mit Arbeit zu betĂ€uben, wenn es ihr schlecht geht.

00:56:36: Sondern wirklich hinzuschauen okay?

00:56:39: Was ist denn da?

00:56:40: Warum geht's denn mir schlecht?

00:56:45: Und dann habe ich sie nachgefragt was sie euch die jetzt gerade zuhören mitgeben mag.

00:56:55: Sie hat gesagt reden hilft auch wenn es manchmal scheiße ist.

00:57:03: Sie findet den Rat selber so semi-gut.

00:57:07: Also, vergangenheit sie fand ihn richtig doof und will dem auch nicht recht geben.

00:57:12: aber die Erfahrung hat ihr gezeigt ja es stimmt es hilft reden hilft Und sie mag euch dazu einladen euch aufrufen euch Hilfe zu holen.

00:57:26: Zitat Es wird selten schlimmer eher besser Und dass man selbst manchmal keinen Ausweg sieht.

00:57:35: Aber Ja, vielleicht andere.

00:57:38: Versucht da rauszukommen", sagt Anna euch.

00:57:44: und dann hat sie nach ein bisschen Nachdenken noch eine Erkenntnis gehabt die fĂŒr Sie auch ein großer Game-Changer war den sie euch auch noch mitgeben mag.

00:57:55: Wenn du heute nur fĂŒnfzig Prozent geben kannst Dann sind diese FĂŒnfzig Prozent ja deine hundert Prozent fĂŒr diesen Tag und es ist in Ordnung, sich selber auf die Schulter zu klopfen.

00:58:11: Und wenn es nur dafĂŒr ist, dass wir heute geschafft haben, ZĂ€hne zu

00:58:16: putzen.".

00:58:22: Und sie war lange auf der Suche nach einem Wort, nach einem Begriff fĂŒr das was sie erlebt hat.

00:58:29: Und irgendwie sucht sie auch heute noch danach.

00:58:32: Wir haben heute einiges an Begriffen schon gehört ne?

00:58:35: Grooming, organisierte Gewalt, Missbrauch... VernachlÀssigung.

00:58:44: So ein Misch aus ganz vielen Dingen, die sie da erlebt hat.

00:58:52: und manchmal braucht das der Schrecken einen Namen damit wir ihn greifen können.

00:59:04: Und sie beschreibt auch – das kennen viele von uns – dass sich wie so ein Alien gefĂŒhlt hat, irgendwo richtig zugehörig.

00:59:16: Irgendwie geht es ihr ganz anders als allen anderen Fragezeichen.

00:59:26: Und da einfach ein ganz großes Hey!

00:59:32: Du bist nicht alleine.

00:59:34: Also du lieber Zuhörende Lieber zuhörender Mensch Liebe Zuhöhrende.

00:59:41: Schön dass du da bist.

00:59:45: Wir sind ganz schön viele.

00:59:48: Wenn wir uns mal trauen, uns zu zeigen, wenn wir uns einmal trauen und anderen zu zeigen dann merken wir das ganz schon viele von uns, ganz schön viel Menschen um uns herum so ein Shit erlebt haben.

01:00:06: Und damit sind wir am Ende der Geschichte von Anna.

01:00:14: Schön dass du hier bist, schön dass du mit mir die Annas Geschichte angeschaut, angehört hast.

01:00:27: Ich hoffe, dass Anna das geschafft hat mit ihrer Geschichte und meiner UnterstĂŒtzung als ErzĂ€hlerstimme, als Erzieherinnenstimme anderen Mut zu machen, anderen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind und auch mit ihrer Geschichte zu zeigen.

01:00:48: hey solche Dinge passieren.

01:00:51: die passieren nicht nur im Film, die passieren irgendwem, irgendwelchen Menschen irgendwo auf einem anderen Kontinent.

01:00:59: Sondern die passieren hier.

01:01:02: Also zehn Jahre... also in den zwei Tausend Zehner Jahren hier in Deutschland hat sich Annas Geschichte abgespielt.

01:01:18: Ich hoffe ich habe zum Anfang schon gesagt Das ist ja neues Format.

01:01:25: das mache ich auch heute zum ersten Mal.

01:01:30: Der hat das Format gefallen.

01:01:33: Gebt mir und uns gerne Feedback dazu.

01:01:35: Gerne eine E-Mail an hallowedsurweiwaquins.de oder per Instagram, oder wo auch immer ihr Kontakt zu uns habt!

01:01:44: Ich freue mich riesig wenn ihr mir und unser Feedback gebt.

01:01:49: GefÀllt euch das Formate?

01:01:50: Sollen wir mehr von so einem Format

01:01:52: machen?!

01:01:53: Ich hoffe ich habe den richtigen Ton getroffen zwischen Geschichte erzÀhlen Und immer mal wieder auf Meta-Ebene gehen, einordnen.

01:02:03: An der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen ressourcieren, orientieren stabilisieren und ja, ihr kennt es von mir zwischen drinnen Lacher, zwischen drin ein Ja Leben.

01:02:20: Das Leben ist hart genug.

01:02:21: Die Geschichten die wir hören und auch teilweise die wir hier im Podcast erzÀhlen sind schwer genug Der eine oder andere Lacher zwischendrin als Comic Relief Ja, so als Ventil zum Ablassen dessen.

01:02:37: Ich hoffe ja es kommt an dass nichts davon gemeint ist als wir lachen ĂŒber die Menschen und ĂŒber die Geschichten sondern das ist ein Teil des Umgangs mit all dem Shit der da ist.

01:02:57: Und eine große Einladung wenn du auch deine Geschichte erzĂ€hlen magst entweder selber mit eigener Stimme oder mit mir als Deiner ErzĂ€hlerin.

01:03:08: Kannst Du Dich auch total gern melden?

01:03:09: Einfach eine E-Mail an halloweadsurvivorqueens.de.

01:03:12: Wir machen ein kurzes KennenlerngesprĂ€ch, wir quatschen drĂŒber wie Du Dir das vorstellst, worĂŒber Du erzĂ€hlen möchtest.

01:03:18: Ich erzÀhle Dir, wie es dann ablÀuft, egal ob die Podcastaufzeichnung zusammen oder Dein Mir erzÀhlen und wie ich das weiterverarbeite.

01:03:31: Genau!

01:03:33: Und damit sind wir am Ende der heutigen Folge.

01:03:36: Oh nein, eine Info noch habe ich ganz vergessen zu erzÀhlen!

01:03:39: Wenn du dir das ganze Interview mit Anna ein hören, also durchlesen magst.

01:03:45: wir haben einen Transkript erstellt weil im Transkrib hört man ja nicht ihre Stimme.

01:03:52: Das heißt du kannst auf unserer Webseite ĂŒber unseren Podcast slash Blog kannst du auch das gesamte interview mit Anna dir aufrufen Und wir nochmal anschauen, was wir denn tatsĂ€chlich so besprochen haben und kriegst noch ein bisschen mehr Details.

01:04:09: Ein bisschen mehr Infos.

01:04:10: und hörst es nochmal oder liest es aus ja mit ihren Worten So und damit sind wir am Ende der heutigen Folge.

01:04:22: Schön dass du da bist.

01:04:25: schön das wir bald zusammen unseren sechsten Podcast Geburtstag feiern wie abgefahren.

01:04:34: Ja, what to say?

01:04:38: Lass uns eine fĂŒnf Sterne Bewertung da wo immer du uns hörst.

01:05:07: das Survivorqueen-Abo abschließen.

01:05:10: Da zahlst du wie bei einem Fitnessstudio, aber fĂŒr ein mentales Fitnessstudium zahltest du monatlich einen kleinen Betrag und erhĂ€lt dafĂŒr aber Zugriff auf zwei Live-Events im Monat also jeden Monat ein neues Fibinar mit neuem Input, neuen Themen-Speaking-Speakerinnen und eine traumasensible Live Meditation und Zugriffs auf unsere gesamte Fibina Bibliothek mit ĂŒber dreißig Vibinaren, ĂŒber zwanzig Meditationen und auch auf den Survivor Queen Conquest die Aufzeichnung.

01:05:47: Also da ist ganz viel drin fĂŒr ganz kleines Geld!

01:05:50: Du kannst sieben Tage Probe proben pro Monat weil ich schon sagen sieben Sieben Tage Probetesten und wenn es dir gefÀllt bleibst du dabei.

01:05:59: ansonsten kannst du einfach wieder kĂŒndigen.

01:06:04: Jeder Euro hilft uns als kleine gemeinnĂŒtzige Organisation, dass wir unsere Arbeit weitermachen können.

01:06:11: Und damit schicke ich dir einen lieben Gruß in deinen Abendmorgen Nacht wann wo wie auch immer du uns hörst.

01:06:20: Bis zur nÀchsten Folge!

01:07:38: Ciao.

Über diesen Podcast

Das Schweigen hat ein Ende. Jede 3. Frau erlebt in ihrem Leben sexualisierte und/oder körperliche Gewalt. Und dennoch fĂŒhlen sich die Betroffenen unglaublich einsam. Aber lass mich dir eins sagen: Du bist nicht alleine! Du bist zwar zum Opfer gemacht worden, aber das ist nicht das, was dich ausmacht. Du bist Betroffene und Überlebende. Du bist eine Survivor Queen!

Dieser Podcast ist fĂŒr dich. Er ist voll mit Mutmachgeschichten von anderen Survivor Queens, die ihre Geschichte und ihren Weg der Heilung teilen. Und er ist voll mit Tipps und Tricks von Expert:innen wie Traumatherapeut:innen, Sexualtherapeut:innen und vielen mehr. Viel Freude und Inspiration beim hören wĂŒnscht dir deine Mai!

von und mit Mai Nguyen

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